Echte Weihnacht – Solidaritätsaktion

20 12 2009

Es sind nur noch ein paar Tage bis Weihnachten und viele von uns sind auf der Suche nach Geschenken und irgendwie hat jeder mich sich zu tun. Insgeheim freut sich fast jeder doch auf Weihnachten, da kann man vielleicht doch mal etwas abschalten. Manchen trifft es aber gerade kurz vor dem Fest ganz besonders schlimm, und so auch der vierköpfigen klingenthaler Familie, deren Haus gestern komplett ausgebrannt ist.

Gerade da ist es wichtig, dass die Familie merkt, dass sie nicht alleine ist und dass es uns Klingenthalern nicht egal ist, was in unserer Nachbarschaft passiert. Deswegen rufen wir zu Solidaritätsaktion „Echte Weihnacht“ auf. Dazu wurde ein Blog ins Leben gerufen, auf dem alles koordiniert werden kann. Bitte diskutiert dort mit, bringt eure Anregungen und Vorschläge mit ein und vielleicht, können wir gemeinsam der Familie etwas helfen.

http://echteweihnacht.wordpress.com/





Wie ein Sprung ins Eismeer

4 12 2009

Kreistag im Neuberinhaus

Zwei Jahre Linke, ein Jahr Kreistag, so sieht die Geschichte bei mir aus. Begonnen hat sie ein paar Jahre zuvor, geprägt durch das Erlebte in der Arbeitswelt und im Alltag. Hätte mir damals jemand gesagt, du sitzt in einigen Jahren im Vogtlandparlament, dann hätte ich ihn wohl für verrückt erklärt. Nicht dass ich recht unpolitisch war, ganz im Gegenteil, meine Gedankenwelt war hochpolitisch – es war nur vom Kopf noch nicht in die Hände und Füße gerutscht. So geht das sicher vielen Anderen auch. Auch als ich aus Begeisterung über das historische Projekt den Sessel der Bequemlichkeit verließ und in die LINKE eintrat, dachte ich nicht im geringsten daran, mich im Kreistag zu tummeln. Zu dieser Zeit war mein Entschluss allerdings schon soweit, dass ich etwas aktiv verändern wollte, nur wie? Eines schönen Tages rief mich Michaele an, als ich gerade auf Arbeit Mundharmonikas
für den Versand kontrollierte. Sie fragte mich, ob ich es mir vorstellen könnte, mich zur Kreistagswahl aufstellen zu lassen. Ich war etwas überrascht, aber da ich irgend etwas an den Zuständen ändern wollte, erklärte ich mich dazu bereit, ohne die geringste kommunalpolitische Erfahrung und ohne wirklich zu wissen was mich erwartet. Es war zwar ein Sprung ins kalte Wasser, aber im Rückblick eine gute Entscheidung, denn man lernt am schnellsten, wenn man gefordert wird.
Meine ersten Erfahrungen in der Fraktion waren geprägt von vielen Verfahrensdingen, die mir bisher fremd waren. Auch fand ich mich nun inmitten einer bunten Fraktion wieder, mit vielen unterschiedlichen Charakteren, jeder mit seinen Fehlern und mit seinen Stärken – eine unglaublich bunte Zusammenstellung. Das ist aber auch gut, denn schließlich wollen wir als LINKE mehr als alle anderen Parteien für Freiheit und Pluralismus stehen. Ich war unglaublich stolz, dass ich die Möglichkeit bekam, mich an der Gestaltung unserer Gesellschaft aktiv zu beteiligen.
Im Kreistag selbst war die Arbeit spannend aber häufig erfolglos, da man konsequent gegen alles stimmte, was wir vorschlugen. Auch die ehemalige Arbeiterpartei SPD glänze hier mit Anpassung an das Stimmverhalten von CDU, leider. Im Bildungsausschuss machte sich schnell bemerkbar, welche Verantwortung beim einzelnen Kreisrat liegt. Mittlerweile ist vieles schon Routine geworden und ich kann mich auch immer mehr darauf konzentrieren, was ich politisch im Kreistag erreichen will. Ein großer Raucher hat einmal gesagt, „wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen“. Ich stelle dem entgegen, dass der, der keine Visionen mehr hat, die Perspektive zur Veränderung unserer Gesellschaft fehlt. Es braucht auch im Vogtland Alternativen zu den Konzepten der CDU und dieser kreativen Aufgabe, werden wir uns als LINKE im vogtländischen Kreistag stellen müssen. Ich bin gespannt auf die nächsten Jahre im Kreistag und freue mich auf gute Ideen und Debatten.





Ein guter Tag

8 11 2009

Wer hätte gedacht, dass dieser Tag so gut sein würde. Viele tolle Sachen sind heute passiert, zum Beispiel Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an den KDE-Gründer Matthias Ettrich (¹). Ein tolles Zeichen in Richtung Open Source Gemeinde. Mit KDE und Suse bin ich damals in die Linuxwelt eingestiegen – ist jetzt schon paar Jahre her. Darum Gratulation an Matthias.

Ein weiteres tolles Ereignis ist auch meine Wahl in den Bundesausschuss der Linken auf dem Landesparteitag in Burgstädt. Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal bei Allen, die mich gewählt haben bedanken, nicht zu vergessen meinen Sohnemann Samuel, der mich tatkräftig unterstützt hat ;-) . Ich will gern meinen Teil dazu einbringen, damit aus unserem faszinierenden Projekt DIE LINKE eine starke gesamtdeutsche und internationale sozialistische Kraft wird, die sich ganz klar für die Interessen der Menschen, der Arbeitslosen, der abhängig Beschäftigen und allen, die sonst nirgendwo eine Stimme in der Politik haben, einsetzt. Ich bin gespannt was mich nun erwartet…





Begleitung für Konzert gesucht

6 11 2009

Wer hat Lust am 28. 11. um 19:30 Uhr mit mir zur Eröffnung der 9. Chursächsischen Winterträume in Bad Elster zu gehen?  Es wird Händels Oratorium „Der Messias“ aufgeführt und ich habe noch eine Karte frei. Das Konzert wird komplett auf Instrumenten der Händelzeit gespielt. Ich denke, das ist ein wunderschöner Einstieg in die Adventszeit. Der Eintritt ist für meine Begleitung kostenlos.

PS: Bitte bis zum 20. 11. bei mir melden!





Dinge, die einem das Essen hochkommen lassen

25 10 2009

Privatisierung, das ist das Zauberwort der neoliberalen Apologeten. Alles wird verkauft, kleine Betriebe, große Betriebe, Staatsunternehmen, kommunale Dienstleister, die Wasserversorgung, die Energieversorgung, das Land, die Politik und auch der Krieg. Mit jedem dieser Dinge wird Geld gemacht und es fließt in die Taschen der Schönen und Reichen. So auch beim Krieg, bei dem private Sicherheitsfirmen überall auf der Welt maßgeblich beteiligt sind.

Kein Krieg ist ihnen zu verkommen, kein Mord zu dreckig. Und so kaufen die beteiligten Länder fleißig bei den modernen Söldnerfirmen ihr Menschenmaterial ein. Es ist wie im Supermarkt, ein Paradies für die Kriegstreiber dieser Welt. Eine der größten Mordkonzerne ist die Firma Xe, auch bekannt als Blackwater. Im Unternehmen agieren ehemalige US-Soldaten in einer rechtlichen Grauzone und machen die Drecksarbeit ihrer Auftraggeber, denn bei diesen Firmen gibt es keinen Bodycount, keine offiziellen Todeszahlen und auch kein Kriegsrecht. Doch es gibt noch viele andere solcher Firmen, die mit dem Krieg große Geschäfte machen, börsennotiert versteht sich und immer in Zusammenarbeit mit Rüstungsunternehmen, auch gerne mit deutschen. Wer hätte nicht gern für’s Mordhandwerk eine gute deutsche „Heckler & Koch“. Scheint sich ja herumgesprochen zu haben, dass Deutsche auch was vom Krieg verstehen.

Wen wundert es da, wenn soviel Geld mit Krieg verdient wird, dass generell kein Interesse am Frieden besteht. Auch ein interessanter Fakt ist, dass der Kingpin des Todesunternehmens Xe (alias Blackwater) ein US-Bürger aus der christlichen Rechten ist, ein Neokonservativer,  dessen Intentionen neben dem Geldscheffeln durch töten auch ein großes Sendungsbewusstsein im Bezug auf die Bekämpfung des Islam ist. Die ach so christliche Bush-Administration hatte ihm jedenfalls massenweise Geld in den Rachen geworfen, um ihre neue Weltordnung durchzudrücken. Fakten, die einem das Essen wieder hochkommen lassen.





Vogtländischer Sauerbraten auf vegetarisch – ein Sakrileg

25 10 2009

Sauerbraten? Vegetarisch? Geht das überhaupt? Ja, für einen Vogtländer mag es sich fast wie ein Sakrileg anhören, aber es war den Versuch wert. Dieses Rezept haben wir heute im Selbstversuch ausgetestet und es funktioniert und schmeckt wirklich fast wie original. Wer also Lust hat, es nachzukochen, kann hier fündig werden. Natürlich ist ein Braten ein Braten, aber Tofu ist eine gute Alternative. Das Rezept ist für 2 Personen und kann auch unter Weglassung von Punkt 1 mit Fleisch zubereitet werden. Viel Spaß beim Nachkochen!

  • 400g Tofu
  • 2 Soßenkuchen
  • 2 Liter Buttermilch
  • Pflanzenöl
  • Pimentkörner
  • Lorbeerblätter
  • Wacholderbeeren
  • Pfefferkörner
  • Salz
  • Gemüse- oder Fleischbrühe, auch zur Not Fertigbrühe

1: Tofustücken (400g für 2 Personen) nach Wunsch portionieren. Am besten
nicht klein, oder in Würfel schneiden, sondern dickere Scheiben
herstellen. Dann den Tofu in Brühe (je nach Wunsch und Ausrichtung
Gemüse- oder Fleischbrühe) mehrere Tage einlegen und marinieren. Danach
kann man mit Tofu fast genauso wie mit Fleisch weitermachen.

2: Nach ein paar Tagen Tofu aus der Brühe nehmen und noch einmal in
Buttermilch legen. 4 Wacholderbeeren, 2 Lorbeerblätter, 8 Pfefferkörner,
2 Pimentkörner dazugeben. Flüssigkeit muss Tofu bedecken. Das Ganze nun
wieder mindestens 2 Tage marinieren.

3: Nach eine paar Tagen Tofu herausnehmen, die Gewürze herausfischen,
indem man die Marinade durch ein Sieb gießt. Marinade unbedingt
aufheben. Tofu salzen und in heißem Öl anbraten und dann mit etwas Wasser
ablöschen und die Gewürze aus der Marinade dazu geben. Deckel auf den
Topf und auf halber Hitze schmoren lassen. Alle paar Minuten etwas
Marinade dazu geben. Reichlich eine Stunde schmoren lassen. Am Schluss 2
Soßenkuchen in den Rest der Marinade einbrocken und aufweichen. Etwas
Brühe an den Soßenkuchen geben (Muss man bei Fleischrezept nicht
machen). Wenn er aufgeweicht ist, den Soßenkuchen in den Topf geben und
einrühren. Vorsicht, dass es nicht anbrennt. Jetzt noch abschmecken mit
Brühe und falls gewünscht etwas Portwein. Das Ganze über Nacht kalt
stellen.

Am nächsten Tag vorsichtig erwärmen und mit Rotkraut und Griene Klies
servieren. Mahlzeit!





Warwick – zum arbeiten abgeholt

17 10 2009

Ich habe vor kurzem diesen kleinen Bericht einer guten Freundin eines Warwickopfers zugeschickt bekommen. Die Erfahrungen sind schon ein paar Jahre her. Hier ein Ausschnitt:

Sie musste, wie andere auch, ständig unbezahlte Überstunden machen. Es wurde nicht gern gesehen, wenn man krank war. War sie doch mal krank , wurde sie von zu Hause abgeholt und zum Arbeiten in die Firma gefahren. Sie musste oft die Nächte durcharbeiten, und hat mir dann nachts um 3 Emails geschrieben, Wochenende natürlich auch. Bezahlt wurde das alles nicht. Es war übrigens genau die Zeit in der sich der Chef dieses protzige gläserne Büro gebaut hat. Schon ganz schön fies, wenn man bedenkt wie wenig meine Freundin verdient hat. Sie hat dann irgendwann die Schnauze voll gehabt und gekündigt. [...]





Früher war alles später

16 10 2009

Datei:EULENSP1.jpgDa am ich die Sprechmotette am 9.10. während der Gedenkveranstaltung in der Kirche so toll fand, habe ich nun Lust selbst einmal eine dieser Motetten zu verfassen. Ich bitte aber um Verständnis, denn ich bin nicht so geübt in dieser Art der Kunst.

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Mehr Freiheit, mehr Demokratie, mehr Gerechtigkeit!

14 10 2009

Datei:Bundesarchiv Bild 183-1989-1106-405, Plauen, Demonstration vor dem Rathaus.jpgGedanken über den Wendeherbst 1989 in Klingenthal

In den letzte Tagen hab ich überlegt, ob ich auch über den 9.10. ‘89 schreiben sollte. Es war ja letztens viel los an diesem Tag. Zwanzig Jahre sind nun seit dem Mauerfall vergangen und vieles hat man bereits vergessen. Überall in der Republik wurde an diesem Tag in Kirchen und auf Kundgebung der Montagsdemos von ‘89 gedacht und auch in Klingenthal. Anfangs war ich mir nicht sicher, ob ich auf den Gedenkgottesdienst gehen sollte, entschloss mich aber dann doch. Es wird eine gute Gelegenheit für mich sein, einmal wieder in den Erinnerungen von damals zu graben und um zu sehen, wie andere sich an den Wendeherbst erinnerten, dachte ich.

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Die Welt, wie sie sein sollte?

12 10 2009
Jonas, nur Jonas

Ich bin Jonas, nur Jonas - der letzte Detektiv

Wie würde sich die Welt in sieben Jahren anfühlen? Vielleicht in etwa so, wie man es lange Zeit in der Science Fiction-Krimiserie des Bayrischen Rundfunks (aus der Feder Michael Kosers) „Der letzte Detektiv“ hören konnte. Ganz im Noir-Stil zeichnet diese Serie ein düsteres Cyberpunk-Bild der Zukunft Europas zwischen den Jahren 2009 bis 2016. Erstmalig 1984 im Rundfunk erschienen, scheint es heute aber gar nicht mehr so fiktional wie früher.

Die zentrale Figur ist „Jonas, nur Jonas“, der letzte Detektiv und unverbesserliche Nostalgiker in der von Korruption und Verbrechen zerfressenen Metropole Babylon, mitten in den Vereinigten Staaten von Europa. Ihm steht als ebenso hilfreicher wie enervierender Assistent sein höchst sprachbegabter Computer Sam bzw. sein Taschencomputer Sam 2 zur Seite.

Ähnlich wie die Handlungszeit der Serie inzwischen in greifbare Nähe zu rücken scheint, sind auch die Themen deutlich aktueller, als sie es bei der Entstehung der Hörspiele waren: Wirtschaftskriminalität, Umweltverschmutzung, skrupellose Ausbeutung der Unterschicht (z. B. durch Organhandel und Snuff-Filme). Michael Koser hat hier weitsichtig den Euro als Währungseinheit eingeführt. In Folge 2 („Safari“) wird auch der Cent als Untereinheit erwähnt. 1984, dem Produktionsjahr der Folgen 1 bis 4, war vom Euro als europäische Einheitswährung noch nicht die Rede – diese nannte sich damals noch „ECU“.

Im Jahr 2001 erschien die letzte Folge des Bayrischen Rundfunks. Im Jahr 2008 wurde die Produktion von zwei neuen Teilen von privater Hand finanziert wieder aufgenommen und scheint politisch aktueller denn je und kann unter www.jonas-nur-jonas-und-sam.de angehört und heruntergeladen werden.

Folge „Comeback

Folge „Abgesang