Lets make Money – Und wo ist dein Geld?

Hast du schon mal überlegt, was deine Bank mit deinem Geld eigentlich macht? Bist du dir bewusst, wohin dein Geld fließt und welche Auswirkungen das hat?

AUFgedröselte Hüter der Sitten

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Es gibt gutes Wetter, es gibt den Weihnachtsmann (sagt man), es gibt buntes Papier, es gibt deutsche Schlagersänger und es gibt die AUF – eine Hüterin bürgerlicher Sitten und des guten Anstands. Nicht, dass es über diese sich angeblich so christlicher Werte verpflichtete Minipartei so viel zu schreiben gäbe; wäre da nicht ein Beitrag auf deren Internetseite, die einen gleichzeitig weinen und lauthals lachen lässt. Die AUF ist eine neokonservative Kleinstpartei im ständigen Kulturkampf gegen den Untergang des christlichen Abendlandes und für Religions- und Meinungsfreiheit – aber natürlich nur deren eigene. Leitline sollen da christliche Werte sein, zu denen scheinbar auch jener Kulturkampf gehört. Hauptfeinde dieser Partei, wie könnte es anders sein, sind die bösen Linken, die bösen anderen Religionen, die bösen anderen Kulturen. Und so musste die Welt natürlich aus der Unkenntnis gerissen und mit ungeheuerlichem Unwissen, ääh ich meinte: ungeheurem Sachverstand, aufgeklärt werden, was unserer Republik bei einem schlimmen Linksruck, wie zum Beispiel bei der Landtagswahl 2009 im Saarland, blüht. So wurden viele vermeintliche Fakten aneinandergereiht und daraus ergibt sich nun der Artikel. Ich will hier einmal ein paar Glanzstücke zum Besten geben.

Nach der Einleitung und der Erwähnung, dass DIE LINKE ja die SED-Nachfolgepartei sei (ist unglaublich wichtig und muss schon mal mit erwähnt werden, damit es nicht jemand aus Versehen vergessen hat), geht es los mit der Achterbahn der Wahrheiten. Es wird das Gespenst an die Wand gemalt – eine Rot-Rot-Grüne Koalition auf Bundesebene. Na, was für ein Glück, dass wir jetzt Schwarz-Gelb haben, da wird es ja richtig AUFwärts gehen mit Deutschland und den christlichen Werten. Spannend geht es weiter, wenn überlegt wird, was sich denn eigentlich hinter der politischen Linken verbirgt:

“Aber was verbirgt sich ideologisch hinter der politischen Linken? Sind es etwa Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit? Nein. Die politische Linke beruht weitgehend auf einer Weltanschauung, die in den wichtigsten Grundzügen auf Karl Marx zurückgeht. Diese Weltanschauung wird meist „Marxismus” oder etwas ungenau „Sozialismus” genannt.”

Na so was, wer hätte das gedacht. Da wurde ja ein unglaubliches Geheimnis gelüftet und ich dachte die SPD hat mit dem Godesberger Programm ihre wirklich wahren Ziele so gekonnt verschleiert, dass es keinem auffällt. Oder auch die ehemals K-Gruppen Grünen, wer hätte gedacht, dass da früher wirklich der böse Marx der Vordenker gewesen ist. Am schlechtesten von allen, hat die LINKE verschleiert, dass sie sich im Grunde auf Marx beruft. Das Aufdecken dieser Wahrheiten kommt einer Jahrhunderterkenntnis gleich und dem Autor muss bereits hier für seinen scharfen Verstand gratuliert werden. Doch das war noch nicht alles, es kommt noch besser. Es wird dem geneigten Leser völlig historisch und wissenschaftlich korrekt die Geschichte des Marxismus erklärt:

“Man kann die letzten einhundert Jahre durchaus das Zeitalter des Marxismus nennen, wobei diese Ideologie in sehr vielen Facetten auftritt: Die russische Revolution 1917 markierte den Anfang dieser Epoche.”

… um gleich darauf völlig historisch folgerichtig zur nächsten marxistischen Epoche zu eilen, an deren Schrecken selbstverständlich ausschließlich die Marxisten schuld sind, versteht sich:

“1933 brachte sich die national-sozialistische Ideologie in Deutschland an die Macht, welche auch wesentliche marxistische Elemente hatte. Dies zeigte bspw. der große Nationalökonom Ludwig von Mises.”

Begründet wird das dann mit dem Nationalökonom Ludwig von Mises. Die Wikipedia schreibt über ihn folgendes:

Den aufkommenden Faschismus in Europa beschrieb er als Bewegung, die die Empörung der Menschen über die Gewalttaten der Bolschewiki in der Sowjetunion in Gegengewalt umsetze. [...] Weiter schrieb er: „Es kann nicht geleugnet werden, daß der Faszismus und alle ähnlichen Diktaturbestrebungen voll von den besten Absichten sind und daß ihr Eingreifen für den Augenblick die europäische Gesittung gerettet hat. Das Verdienst, das sich der Faszismus damit erworben hat, wird in der Geschichte ewig fortleben. Doch die Politik, die im Augenblick Rettung gebracht hat, ist nicht von der Art, daß das dauernde Festhalten an ihr Erfolg versprechen könnte. Der Faszismus war ein Notbehelf des Augenblicks; ihn als mehr anzusehen, wäre ein verhängnisvoller Irrtum.“

Da dies ja alles aus Sicht des Autoren ein historisches Faktum und in dieser Form überall genau nachprüfbar ist, beschränkte man sich hier auch nur aufs Wesentliche. Der Leser kann diese Fakten ja gerne in der einschlägigen Literatur nachlesen oder er fragt direkt einen Menschen der AUF-Partei, die sich sicher sehr freuen werden. Damit wäre dann wissenschaftlich fundierte Beweisführung abgeschlossen und die Wächter der Sitten kommen damit zu ihrem abschließenden und völlig logischen Urteil:

“Später breitete sich der Marxismus über große Teile der Welt aus, meist gewaltsam. Infolgedessen entstanden Diktaturen, Unterdrückungssysteme, Verarmung und menschliches Elend. Wohl die schrecklichsten Verbrechen der Menschheit wurden im Namen marxistischer Ideologien, einschließlich des National-Sozialismus verübt. Die Todesopfer des politischen Marxismus, in der Regel Zivilisten und politisch Andersdenkende, werden auf über 100 Millionen geschätzt. Der Verdacht drängt sich auf, dass dies kein Zufall ist, sondern in der weltanschaulichen Logik dieser Ideologie begründet ist:

Und dann werden die bösen drohenden Gefahren aufgezählt…

  • Die Aushöhlung der unantastbaren Menschenwürde durch straffreie und gesellschaftlich akzeptierte Kindstötungen im Mutterleib.
  • Die aktuelle Familienpolitik weg von familiärer hin zu staatlich-kollektiver Kinderbetreuung, wie sie auch Marx gefordert hat.
  • Politische Umsetzung der marxistisch-feministischen Gender-Mainstream-Ideologie.
  • Die bereitwillige Aufgabe der nationalen Eigenständigkeit zugunsten eines übermächtigen und intransparenten EU-Bürokratieapparats.
  • Gesinnungskontrolle durch “Antidiskriminierungsgesetze”

Geendet wird damit, dass man feststellt, dass ein Linksruck was schlimmes, der Mensch nicht das Maß aller Dinge ist und viele Leute diese oben genannten Fakten über den Marxismus noch nicht kannten und deswegen die einzig wahre Wahlalternative wählen müssten.

*würg*

Facelifting

…nein nicht ich, sondern mein Blog. Ich brauchte mal was frisches. Mir ist nach Frühling und so Sachen. Ich hoffe es gefällt. Man sieht sich…

Repression gegen Nazifrei – Jetzt erst recht!

Es ist wie ein Stück aus einem schlechten Film. Seit Jahren fordern Politiker mehr Zivilcourage gegenüber Rechtsextremismus und dann das. Am 19. Januar fand eine Razzia in den Büros des breiten Bündnisses “Dresden nazifrei” in Dresden und im linken Szeneladen “Redstuff” in Berlin statt. Es wurden sämtliche Mobilisierungsmaterialien beschlagnahmt, sowie die Bürorechner. Grund für die Repressionsmaßnahmen war der öffentliche Aufruf zur Blockade, was eine Straftat sei. Das Ziel der dresdner Staatsanwaltschaft war klar: 1. Kriminalisierung des Bündnisses, 2. Einstufung als linksextreme Randalierer gemäß der zur Leitidee von CDU und FDP gewordenen Totalitarismusthese, bei der das Hitlerregime mit der DDR gleichgesetzt werden soll und 3. Einschüchterung der AktivistInnen und somit die Spaltung des Bündnisses. Dies macht auch deutlich, wo die dresdner Staatsanwaltschaft die Bedrohung sieht: nämlich bei einer friedlichen Sitzblockade und nicht bei den menschenverachtenden Nazis mit ihrem Geschichtsrevisionismus und das sollte jeden sehr nachdenklich stimmen. Während dieser Zeit, liefen sich auch schon einige bestimmte Medien in ihrem Hass gegen die “linken Spinner” warm. Die Springerpresse veröffentlichte einen “Schlachtplan” der “linken Chaoten” und auch andere Medien sprangen auf diesen Zug auf. Mit dem was dann an Widerstand gegen all dies kam, haben die Behörden sicher nicht gerechnet und im Nachhinein betrachtet ging die Razzia nach hinten los.

Gleich am nächsten Tag wurde unter dem Motto “Jetzt erst recht” in Berlin eine Plakatieraktion mit den verbotenen Plakaten gestartet. Dabei wurde Plakatierer von der Polizei festgenommen, unter ihnen die Bundestagsabgeordnete Dorotheé Menzner. Währendessen wurden die Plakate bundesweit wieder nachgedruckt. Die Linksjugend Sachsen rief zu einer Aktion auf, bei der sich mindestens 100 Menschen mit dem verbotenen Plakat fotografieren lassen sollten. Auch wurde ein Fax-Aktion begonnen, bei der man Protestfaxe an die Staatsanwaltschaft Dresden senden kann.

Die Repression der dresdner Staatsanwaltschaft gipfelte darin, dass sie die ursprüngliche Seite des Bündisses “www.dresden-nazifrei.de” sperren ließ. Eine sinnlose Maßnahme, denn bereits nach küzester Zeit wurde der Inhalt der Website auf sämtlichen Blogs verschiedener AktivistInnen gespiegelt und kurze Zeit später wurde auch eine neue Domain im Ausland eingerichtet (www.desden-nazifrei.com), unter der nun das Bündnis zu finden ist.

Gestern begann dann eine bundesweite Plakatieraktion, sowie ein Probesitzen in Berlin und Dresden. Zusammengefasst kann man nur resümieren, dass die Kriminalisierung von Dresden-nazifrei dazu geführt hat, dass alles nur noch bekannter geworden ist und die Repressionen mit ihrem Ziel sich ins Gegenteil verkehrt haben. Dresden nazifrei? Jetzt erst recht! Blockieren ist unser Recht!

Wir bitten euch auch diesmal mit uns im Bus nach Dresden zu kommen. Interessierte können sich in der Geschäftsstelle der LINKEN in Plauen (03741/201695) oder bei André Wohlrab (015201385404) melden.

Holocaustgedenktag – Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!

Während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland wurden bis zum Ende des Krieges mehr als 6 Millionen Juden systematisch und industriell von den Nazis erniedrigt, gequält und ermordet. Dieses wahnsinnige Verbrechen darf sich nie mehr wiederholen. Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! Wehret den Anfängen!

Kinderschuhe aus Lublin
Johannes R. Becher

Von all den Zeugen, die geladen,
vergess ich auch die Zeugen nicht.
Als sie in Reihn den Saal betraten,
erhob sich schweigend das Gericht.

Wir blickten auf die Kleinen nieder,
ein Zug zog paarweis durch den Saal.
Es war, als tönten Kinderlieder,
ganz leise, fern, wie ein Choral.

Es war ein langer bunter Reigen,
der durch den ganzen Saal sich schlang.
Und immer tiefer ward das Schweigen
bei diesem Gang und Kindersang.

Voran die Kleinsten von den Kleinen,
sie lernten jetzt erst richtig gehn
- auch Schuhchen können lachen, weinen –,
ward je ein solcher Zug gesehn?

Es tritt ein winzig Paar zur Seite,
um sich ein wenig auszuruhn,
und weiter zieht es in die Weite -
es war ein Zug von Kinderschuhn.

Man sieht, wie sie den Füßchen passten -
sie haben niemals weh getan,
und Händchen spielten mit den Quasten,
das Kind zog gern die Schuhchen an.

Ein Paar aus Samt, ein Paar aus Seiden,
und eines war bestickt sogar
mit Blumen, wie sie ziehn, die beiden,
sind sie ein schmuckes Hochzeitspaar.

Mit Bändchen, Schnallen und mit Spangen,
zwerghafte Wesen, federleicht -
und viel sind viel zu lang gegangen
und sind vom Regen durchgeweicht.

Man sieht die Mutter, auf den Armen
das Kind, vor einem Laden stehn:
„Die Schuhchen, die, die weichen, warmen,
ach Mutter, sind die Schuhchen schön!“

„Wie soll ich nur die Schuhchen zahlen.
Wo nehm das Geld ich dafür her….“
Es naht ein Paar von Holzsandalen,
es ist schon müd und schleppt sich schwer.

Es muss ein Strümpfchen mit sich schleifen,
das wund gescheuert ist am Knie….
Was soll der Zug? Wer kann `s begreifen?
Und diese ferne Melodie….

Auch Schuhchen können weinen, lachen….
Da fährt in einem leeren Schuh
ein Püppchen wie in einem Nachen
und winkt uns wie im Märchen zu.

Hier geht ein Paar von einem Jungen,
das hat sich schon als Schuh gefühlt,
das ist gelaufen und gesprungen
und hat auch wohl schon Ball gespielt.

Ein Stiefelchen hat sich verloren
und findet den Gefährten nicht,
vielleicht ist der am Weg erfroren -
ach, damals fiel der Schnee so dicht….

Zum Schluss ein Paar, ganz abgetragen,
das macht noch immer mit, wozu?
Als hätte es noch was zu sagen,
ein Paar zerrissener Kinderschuh.

Ihr heimatlosen, kinderlosen,
wer schickte euch? Wer zog euch aus?
Wo sind die Füßchen all, die bloßen?
Ließt ihr sie ohne Schuh zu Haus?

Der Richter kann die Frage deuten.
Er nennt der toten Kinder Zahl.
….ein Kinderchor. Ein Totenläuten.
Die Zeugen gehen durch den Saal.

Die Deutschen waren schon vertrieben,
da fand man diesen schlimmen Fund.
Wo sind die Kinder nur geblieben?
Die Schuhe tun die Wahrheit kund:

Es war ein harter dunkler Wagen.
Wir fuhren mit der Eisenbahn.
Und wie wir in dem Dunkel lagen,
so kamen wir im Dunkel an.

Es kamen aus den Ländern allen
viel Schuhchen an in einem fort,
und manche stolpern schon und fallen,
bevor sie treffen ein am Ort.

Die Mutter sagte: „Wie viel Wochen
wir hatten schon nichts Warmes mehr?
Nun werd ich uns ein Süppchen kochen.“
Ein Mann mit Hund ging nebenher:

„Es wird sich schon ein Plätzchen finden“,
so lachte er, „und warm ist`s auch,
hier braucht sich keiner abzuschinden….“
bis in den Himmel kroch ein Rauch.

„Es wird euch nicht an Wärme fehlen,
wir heizen immer tüchtig ein.
Ich kann Lublin nur warm empfehlen,
bei uns herrscht ewiger Sonnenschein.“

Und es war eine deutsche Tante,
die uns im Lager von Lublin
empfing und „Engelspüppchen“ nannte,
um uns die Schuhchen auszuziehn,

und als wir fingen an zu weinen,
da sprach die Tante: „Sollt mal sehn,
gleich wird die Sonne prächtig scheinen,
und drum dürft ihr jetzt barfuss gehn….

Stellt euch mal auf und lasst euch zählen,
so, seid ihr auch hübsch unbeschuht?
Es wird euch nicht an Wärme fehlen,
dafür sorgt unsere Sonnenglut….

Was, weint ihr noch? `s ist eine Schande!
Was tut euch denn, ihr Püppchen, weh?
Ich bin die deutsche Märchentante!
Die gute deutsche Puppenfee.

`s ist Zeit, ihr Püppchen, angetreten!
Was fällt euch ein denn, hinzuknien.
Auf, lasst uns singen und nicht beten!
Es scheint die Sonne in Lublin!“

Es sang ein Lied die deutsche Tante.
Strafft sich den Rock und geht voraus,
und dort, wo heiß die Sonne brannte,
zählt sie uns nochmals vor dem Haus.

Zu hundert, nackt in einer Zelle,
ein letzter Kinderschrei erstickt….
Dann wurden von der Sammelstelle
die Schuhchen in das Reich geschickt.

Es schien sich das Geschäft zu lohnen,
das Todeslager von Lublin.
Gefangenenzüge, Prozessionen.
Und – eine deutsche Sonne schien….

Wenn Tote einst als Rächer schreiten
und über Deutschland hallt ihr Schritt
und weithin sich die Schatten breiten -
dann ziehen auch die Schuhchen mit.

Ein Zug von aber tausend Zwergen,
so ziehen sie dahin in Reihn,
und wo die Schergen sich verbergen,
dort treten sie unheimlich ein.

Sie schleichen sich herauf in Stiegen,
sie treten in die Zimmer leis.
Die Henker wie gefesselt liegen
und zittern vor dem Schuldbeweis.

Es wird die Sonne brennend scheinen.
Die Wahrheit tut sich allen kund.
Es ist ein großes Kinderweinen,
ein Grabgesang aus Kindermund….

Der Kindermord ist klar erwiesen.
Die Zeugen all bekunden ihn.
Und nie vergess ich unter diesen
die Kinderschuhe aus Lublin.

13.2.2010 – Dresden – wi(e)der setzen

Am 13. Februar 2010 werden wir zusammen mit tausenden von Menschen den größten Naziaufmarsch Europas in Dresden verhindern.

Im Jahr 2009 marschierten fast 7000 Nazis durch unsere Stadt. Ihr Ziel ist es, die Verbrechen des Nazi-Regimes zu leugnen und Nazi-Deutschland zum eigentlichen Opfer des 2. Weltkrieges umzudeuten. Wir aber wissen: der verbrecherische Krieg ging von Nazi-Deutschland aus und kehrte 1945 nach Dresden zurück.

Im Jahr 2010 werden wir Dresdnerinnen und Dresdner gemeinsam mit allen antifaschistischen Kräften aus den Gewerkschaften, Parteien, Jugend- und Studierendenverbänden, der Friedens- und Umweltbewegung, der radikalen Linken, globalisierungskritischen Gruppen und gewaltfreien Aktionsgruppen aus dem gesamten Bundesgebiet den Aufmarsch der Nazis verhindern. Nie wieder werden wir den AnhängerInnen des verbrecherischen Nazi-Regimes unsere Städte überlassen!

Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!

Im letzten Jahr haben über 10.000 Menschen gegen den Naziaufmarsch demonstriert. In diesem Jahr wollen wir einen Schritt weitergehen. Wie in Jena, Köln und Berlin bereits erfolgreich durchgesetzt, werden wir uns auch in Dresden durch Aktionen des zivilen Ungehorsam mit Massenblockaden den Nazis entgegen stellen und sie blockieren. Dieses Ziel eint uns über alle sozialen, politischen oder kulturellen Unterschiede hinweg. Wir sind bunt und wir stellen uns dem braunen Mob in den Weg. Von uns wird dabei keine Eskalation ausgehen. Dabei sind wir solidarisch mit allen, die mit uns dieses Ziel teilen und dem Naziaufmarsch in Sicht und Hörweite entgegen treten wollen.

Unterstützt uns Dresdnerinnen und Dresdner und kommt am 13. Februar 2010 in unsere Stadt – gemeinsam werden wir die Nazis stoppen!


http://www.dresden-nazifrei.com/

Privat vor Katastrophe – der große Ausverkauf

Was haben moderne Kriegsführung und Wirtschaftspolitik gemein? Beide basieren auf dem Prinzip der Entmenschlichung ihrer Prozesse. Mit dieser Einsicht eines Ökonomen beginnt der Dokumentarfilm über die zunehmende Privatisierung ehemals staatlicher Institutionen. Der Film sucht die Orte der Privatisierung weltweit auf und führt Beispiele dafür an: In Südafrika ist es die Stromversorgung, in England die Bahn, das Gesundheitssystem auf den Philippinen, die Wassersorgung in Bolivien. Der Film lässt die Menschen zu Wort kommen, die nicht von diesen Entwicklungen profitieren. Ihnen werden die Vertreter der Weltbank, des Internationalen Währungsfonds und der Weltgesundheitsorganisation gegenübergestellt, die für die globalen Privatisierungstendenzen mitverantwortlich sind.

Liedermacherabend mit Uwe X.

Liebe Freunde der gepflegten Unterhaltung,

ich lade Euch ganz herzlich zu einem entspannten Liedermacherabend mit Uwe X. & Jojo Wolter (Bass) ein. Uwe ist ein Liedermacher, der, wie er sagt, sehr von Hannes Wader und Konstantin Wecker inspiriert wurde. Ähnlich politisch, nachdenklich, aber auch lebendig ist seine Musik. Vor kurzem wurde seine neue CD “Normenkult” veröffentlicht – ein Kommentar dazu:

“Ein Stück Tiefgang, eine Prise Witz, ein Schuss Rebellion, eine große Portion Idealismus und etwas Selbstironie“ – so oder ähnlich, muss das Rezept für das erste Album von Uwe X . heißen.  Mit viel Leidenschaft zeigt der Ennepetaler Musiker nicht nur ein außergewöhnliches musikalisches Gespür für Themen, die das Leben schreibt, sondern berührt seine Zuhörer durch seine authentische und natürliche Art.  Ihm gelingt es scheinbar mühelos sich zwischen Themen wie Politik, Gesellschaft, Liebe und den ganz alltäglichen Sorgen frei zu bewegen. Wie der Titel „Normenkult“ verrät, bewegt sich Uwe X. weder als Musiker noch als Mensch gerne in der breiten Masse. Er hat etwas zu sagen und nimmt in seinen Texten dabei kein Blatt vor den Mund. [...]” (Christiane Salamon)

Dem kann ich eigentlich nicht weiter hinzufügen. Das Konzert findet

am 19.02.2010

um 20:00 Uhr

in der Gaststätte “Sportlerheim” in Klingenthal statt. Der Eintritt beträgt 3,-€. Ich würde mich freuen, euch dort wiederzutreffen… Und nicht vergessen: immer schön weitersagen! (druck mich aus)

Mehr über Uwe X. unter www.myspace.com/uwex

Echte Weihnacht – Solidaritätsaktion

Es sind nur noch ein paar Tage bis Weihnachten und viele von uns sind auf der Suche nach Geschenken und irgendwie hat jeder mich sich zu tun. Insgeheim freut sich fast jeder doch auf Weihnachten, da kann man vielleicht doch mal etwas abschalten. Manchen trifft es aber gerade kurz vor dem Fest ganz besonders schlimm, und so auch der vierköpfigen klingenthaler Familie, deren Haus gestern komplett ausgebrannt ist.

Gerade da ist es wichtig, dass die Familie merkt, dass sie nicht alleine ist und dass es uns Klingenthalern nicht egal ist, was in unserer Nachbarschaft passiert. Deswegen rufen wir zu Solidaritätsaktion “Echte Weihnacht” auf. Dazu wurde ein Blog ins Leben gerufen, auf dem alles koordiniert werden kann. Bitte diskutiert dort mit, bringt eure Anregungen und Vorschläge mit ein und vielleicht, können wir gemeinsam der Familie etwas helfen.

http://echteweihnacht.wordpress.com/

Wie ein Sprung ins Eismeer

Zwei Jahre Linke, ein Jahr Kreistag, so sieht die Geschichte bei mir aus. Begonnen hat sie ein paar Jahre zuvor, geprägt durch das Erlebte in der Arbeitswelt und im Alltag. Hätte mir damals jemand gesagt, du sitzt in einigen Jahren im Vogtlandparlament, dann hätte ich ihn wohl für verrückt erklärt. Nicht dass ich recht unpolitisch war, ganz im Gegenteil, meine Gedankenwelt war hochpolitisch – es war nur vom Kopf noch nicht in die Hände und Füße gerutscht. So geht das sicher vielen Anderen auch. Auch als ich aus Begeisterung über das historische Projekt den Sessel der Bequemlichkeit verließ und in die LINKE eintrat, dachte ich nicht im geringsten daran, mich im Kreistag zu tummeln. Zu dieser Zeit war mein Entschluss allerdings schon soweit, dass ich etwas aktiv verändern wollte, nur wie? Eines schönen Tages rief mich Michaele an, als ich gerade auf Arbeit Mundharmonikas
für den Versand kontrollierte. Sie fragte mich, ob ich es mir vorstellen könnte, mich zur Kreistagswahl aufstellen zu lassen. Ich war etwas überrascht, aber da ich irgend etwas an den Zuständen ändern wollte, erklärte ich mich dazu bereit, ohne die geringste kommunalpolitische Erfahrung und ohne wirklich zu wissen was mich erwartet. Es war zwar ein Sprung ins kalte Wasser, aber im Rückblick eine gute Entscheidung, denn man lernt am schnellsten, wenn man gefordert wird.
Meine ersten Erfahrungen in der Fraktion waren geprägt von vielen Verfahrensdingen, die mir bisher fremd waren. Auch fand ich mich nun inmitten einer bunten Fraktion wieder, mit vielen unterschiedlichen Charakteren, jeder mit seinen Fehlern und mit seinen Stärken – eine unglaublich bunte Zusammenstellung. Das ist aber auch gut, denn schließlich wollen wir als LINKE mehr als alle anderen Parteien für Freiheit und Pluralismus stehen. Ich war unglaublich stolz, dass ich die Möglichkeit bekam, mich an der Gestaltung unserer Gesellschaft aktiv zu beteiligen.
Im Kreistag selbst war die Arbeit spannend aber häufig erfolglos, da man konsequent gegen alles stimmte, was wir vorschlugen. Auch die ehemalige Arbeiterpartei SPD glänze hier mit Anpassung an das Stimmverhalten von CDU, leider. Im Bildungsausschuss machte sich schnell bemerkbar, welche Verantwortung beim einzelnen Kreisrat liegt. Mittlerweile ist vieles schon Routine geworden und ich kann mich auch immer mehr darauf konzentrieren, was ich politisch im Kreistag erreichen will. Ein großer Raucher hat einmal gesagt, “wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen”. Ich stelle dem entgegen, dass der, der keine Visionen mehr hat, die Perspektive zur Veränderung unserer Gesellschaft fehlt. Es braucht auch im Vogtland Alternativen zu den Konzepten der CDU und dieser kreativen Aufgabe, werden wir uns als LINKE im vogtländischen Kreistag stellen müssen. Ich bin gespannt auf die nächsten Jahre im Kreistag und freue mich auf gute Ideen und Debatten.